Klöckner & Co SE schreibt im Geschäftsjahr 2016 wieder schwarze Zahlen

  • Mit 196 Mio. € bestes operatives Ergebnis (EBITDA) seit fünf Jahren erzielt
  • Konzernergebnis mit 38 Mio. € nach Verlust im Vorjahr wieder positiv
  • Wiederaufnahme der Dividendenzahlung von 20 Cent je Aktie vorgesehen
  • Deutliche Fortschritte bei der digitalen Unternehmenstransformation erreicht
  • Weiter steigendes operatives Ergebnis im laufenden Jahr erwartet

Duisburg, 01. März 2017 – Klöckner & Co hat sein EBITDA und Konzernergebnis in 2016 deutlich auf 196 Mio. € (Vorjahr: 86 Mio. € vor Restrukturierungsaufwendungen) bzw. 38 Mio. € (Vorjahr: – 349 Mio. €) gesteigert. Demgegenüber ging der Umsatz um 11,1 % von 6.444 Mio. auf 5.730 Mio. € zurück. Die im Durchschnitt niedrigeren aber unterjährig steigenden Stahlpreise haben den Umsatz negativ, aber das Ergebnis positiv beeinflusst. Zusätzlich belastet wurde der Umsatz durch restrukturierungsbedingte Absatzrückgänge, während das Ergebnis davon profitierte.

Der operative Cashflow war zwar rückläufig, aber mit 73 Mio. € (Vorjahr: 276 Mio. €) erneut deutlich positiv. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten stiegen im Wesentlichen währungsgetrieben von 385 Mio. € auf 444 Mio. € an – verblieben aber auf einem niedrigen Niveau. Die Eigenkapitalquote war zum Bilanzstichtag mit 40 % weiterhin sehr solide.

Gisbert Rühl, Vorsitzender des Vorstands der Klöckner & Co SE: „Vor dem Hintergrund der erreichten Rückkehr in die Gewinnzone und der verbesserten Rahmenbedingungen werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 20 Cent je Aktie vorschlagen.“

Digitale Transformation weiter vorangetrieben
Bei der Digitalisierung der Liefer- und Leistungskette im Rahmen der Strategie „Klöckner & Co 2020“ konnten erhebliche Fortschritte erzielt werden. Die von dem unternehmensinternen Start-up kloeckner.i entwickelten digitalen Lösungen wurden einem größeren Kundenkreis verfügbar gemacht. Zudem ging die Serviceplattform „Kloeckner Connect“ live, die Kunden den zentralen Zugriff auf das umfangreiche digitale Angebot von Klöckner & Co ermöglicht. Als Folge stieg der über digitale Kanäle erzielte Umsatzanteil von 9 % im 1. Quartal sukzessive auf 12 % im Schlussquartal 2016 an. Noch für das laufende Jahr ist, durch die schrittweise Integration von Wettbewerbern in das Online-Angebot von Klöckner & Co, der Aufbau einer Industrieplattform geplant.

Ausbau des höhermargigen Geschäfts über Plan
Auch das Geschäft mit höherwertigen Produkten und Services konnte mit einem Umsatzanteil von 46 % nach 39 % im Vorjahreszeitraum weiter ausgebaut werden. Damit wird das ursprünglich für 2020 ausgegebene Ziel von über 50 % voraussichtlich bereits im Jahr 2018 erreicht werden. Zu dem weiteren Anstieg beitragen wird das neue Service-Center zur Verarbeitung von Aluminium-Flachprodukten, das Klöckner & Co über seine Tochtergesellschaft Becker Stahl-Service (BSS) am Standort in Bönen, Nordrhein-Westfalen errichtet. Die Fertigstellung der mit 35 Mio. € größten Investition in der Firmengeschichte von BSS, ist für das kommende Jahr geplant, wobei eine erste Fertigungslinie bereits in diesem Jahr in Betrieb gehen soll.

„One Europe“-Programm gestartet
Die neue Organisationsstruktur des Optimierungsprogramms „One Europe“ wurde zum Jahresbeginn 2017 umgesetzt. Im Rahmen des Programms werden die Aktivitäten in den Landesgesellschaften in Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, und Österreich noch stärker zusammengefasst. Durch das Programm sollen Kosten eingespart, Synergien – insbesondere in den Bereichen Logistik und Einkauf – gehoben sowie eine noch schnellere Umsetzung der Strategie „Klöckner & Co 2020“ gewährleistet werden. Bis 2019 soll „One Europe“ einen inkrementellen EBITDA-Beitrag von insgesamt rund 30 Mio. € erbringen – davon bereits 10 Mio. € im laufenden Jahr.

Weiter steigende Ergebnisse erwartet.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Klöckner & Co in den wesentlichen Absatzmärkten Europa und USA einen leichten Anstieg der realen Stahlnachfrage. Zusätzlich getrieben durch ein voraussichtlich höheres Preisniveau sollte der Umsatz des Klöckner & Co-Konzerns leicht überproportional zur Nachfrage zulegen. Unterstützt durch weitere Optimierungsmaßnahmen wird zudem eine leichte Steigerung des operativen Ergebnisses (EBITDA) erwartet. Dabei wird der Anstieg im 1. Quartal 2017 mit einem EBITDA zwischen 65 und 75 Mio. € (Q1 2016: 16 Mio. €) unterstützt durch zu Jahresbeginn weiter gestiegenen Stahlpreise voraussichtlich sehr deutlich ausfallen.

(Quelle: Klöckner & Co)

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